Samstag, 4. November 2017

Lakes Entrance - Ulladulla

Wehmütig haben wir bei strahlendem Sonnenschein das Goat und Goose verlassen.
Durch das Wochenende, den Melbourne Cup (da haben viele frei) und das schöne Wetter hatten wir die längste Etappe unserer Reise vor uns, da an der Küste die Unterkünfte schon ziemlich ausgebucht waren.

Erster Stopp war Marlo, dort sollten Seelöwen zu beobachten sein, es zeigte sich kein einziges Tier. Wildtiere  machen leider, was sie wollen.

Weiter am Croajingolong National Park entlang bis Canns River, wo wir den Drummer Rainforest Walk auf der Suche nach Riesenkakadus (Yellow Tailed BlackCockatoos, 68 cm) durchwanderten - Federvieh, siehe oben, zeigte sich nicht. Schön wars trotzdem.





Wir überquerten die Grenze zu NewSouth Wales der 3. Bundesstaat nach South Australia und Victoria, den wir durchfahren.

Nächstes Ziel war die ehemaligen Walfangstation Eden (dort haben sie die Wale mir Hilfe von Orcas gefangen!).
September bis November sollen Glatt-, Schwert- und Buckelwale auf dem Weg in die Antarktis hier vorbei schwimmen. Der nette Ranger, der mir sofort ein tolles Fernrohr zur Verfügung stellte, sagte, dass die Wale weit draußen seien und - siehe oben. Wir haben keinen gesehen.

Eden


Angestrengte Wahlsuche


Das Highlight war jedoch das Eden Whale Festival, eine Art Leopoldimarkt am Hafengelände bei sonnigen 20 Grad. Die ganze Region war hier versammelt (auch ein Grund warum wir kein Quartier bekommen haben) und feierte. Die Jugendgruppe der örtliche Stadtkapelle performte "I am  what I am "und andere Klassiker. Richtiges australisches Leben und Robert fiel unter den Aussies im Festgewand gar nicht auf.



Vorletzter Stopp war dann noch Batesman Bay, inmitten von   Eukalyptuswäldern und einem Süßwassersee.

Pelikane in Batesman Bay
Ein Highlight noch ganz zum Schluss. Pebbly Beach, wo Känguruhs am Strand zu beobachten sein sollten. Nachdem eine 7 Km lange gravy road im Reiseführer angekündigt war (natürlich für uns im Mietwagen verboten) , nahmen wir prompt die falsche Abzweigung und landeten im Nirgendwo und mussten alles wieder zurück fahren (Roberts Nerven lagen blank).

Doch aufgegeben wird bekanntlich nur ein Brief, also zweiter Versuch, obwohl es schon reichlich spät war und die Weiterreise zur Unterkunft womöglich im Dunkeln erfolgen musste (die Hälfte der Tiere ist nachtaktiv und es werden sehr viele Opfer des Straßenverkehrs, überall liegen Kadaver herum).
Und sicher da - keine gravy road und Känguruhs am traumhaft schönen Strand! Jawohl, manchmal hält sich das Getier doch an unsere Pläne.





Wir haben dann das Hotel in Ulladulla ohne Probleme erreicht und es ist schön hier und der Chef war schon in Wien. Na bitte.

Freitag, 3. November 2017

Melbourne - Lakes Entrance

Wir haben heute früh Melbourne bei strahlendem Sonnenschein verlassen und fuhren bei Regen durch ödes Farmland.

Erster Stopp war Sale, Hauptort für Erdölgewinnung, vor allem durch ESSO.
Nach Bairnsdale  erreichten wir wieder die Küste und unseren heutigen Übernachtungsort Lakes Entrance.






Also Zeit auch über Anderes zu berichten:
Verluste bisher:
2 Brillen (1 verloren, 1 zerbrochen)
1 BH
1 Regenkappe
1 Haube
1 Socken (und damit auch der andere)
1 Sonnenbrille
Eigentlich gar  nicht so arg...

Gutes in Australien:
Bananen, Kiwi, Mandarinen ( australian grown) - supergut
Internat günstig und überall verfügbar
Menschen superfreundlich, unkompliziert, kennen alle Austria
Reisen ist sehr einfach, relaxed und unanstrengend
usw.

Die Gippsland Lakes sind eine Seenplatte, dir durch ein schmales Dünensystem vom Meer getrennt sind.


Lakes Entrance ist wunderschön, die Wasserlandschaft umfasst 400 km2. Es ist sonnig, es war aber auch ordentlich windig. Wir haben Pelikane und black swans beobachtet und uns den Wind um die Ohren wehen lassen.




Roberts Highlight war eine Seafoodplatte  (fish and chips style im Packpapier) von den lokalen Fischern aus dem Meer geholt um AUD 10,- + Cola (7 EUR).
schaut grindig aus, war aber köstlich

Wir haben jetzt den Indischen Ozean hinter uns gelassen und die Tasmanische See und sind  am Pazifik gelandet.

Ganz besonders ist unsere heutige Übernachtungslocation. Oben am Hügel über dem Ozean befindet sich das Goat and Goose Hotel. Atemberaubende Aussicht auf das Meer, Balkon mit Fernglas,


Goat and Goose Bed and Breakfasr

Whirlpool mit Ausgang auf die Terrasse im Zimmer, nette Einrichtung und nette Menschen. Einfach toll.
Jetzt werden wir das alles genießen und morgen gehts die Küste entlang weiter Richtung Sydney.





h

Mittwoch, 1. November 2017

Melbourne Tag 2

Nachdem wir jetzt schon Melb Profis sind, geht alles leicht von der Hand und wir können anderen Touristen gute Tipps geben. Außerdem hat die Sonne geschienen.

Zuerst schauten wir uns im Park Cooks Cottage (Captain J. Cooks Haus, das in 253 Kisten aus England kam) an.
Cookś Cottage



Die Asiaten drumherum waren entzückt, Menschen in historischen Kostümen standen herum und man hätte sich auch verkleiden können, haben wir aber ausgelassen.

Danach gleich schnurstracks und zu Fuß ins acmi (Australien Center for the Moving Image). Dort gab es einen Fernseher von 1939 zu sehen

Tatsächlich aus 1939!, schaut sehr modern aus


 und viele Filmauschnitte, z.B. Skippy, das Buschkänguruh (werden Menschen unserer Altersklasse kennen)


und Filmdevotionalien  aller Art (die Taille v. Cate Blanchett anhand eines Filmkostüms ist unvorstellbar dünn) sowie eine Show über weibliche Computerspielentwicklerinnen.
Und auch die Rüstung von Ned Kelly (eine Art australischer Jesse James) war ausgestellt, ebenso viele Filmszenen aus seinem Leben und kriminellen Werk.

Nächstes Ziel war der unfassbare Queen Victoria Market, der größte Markt der südlichen Halbkugel. Dort gab es wirklich alles und wir haben dort auch gleich gegessen und Robert gönnte sich eine nachmittägliche Margarita (mit frischen Erdbeeren, hier ist gerade der Anfang der Erdbeerernte).

Eingang zum Victoria Market

Beschwingt wanderten wir weiter durch das Gewirr der Lanes im CDB , wo es nette Lokale, Geschäfte Galerien und Streetart gibt. Außerdem haben wir ein zugedröhntes Pärchen vor einer Bank beobachtet, doch es kam zu keinem Banküberfall, wie überhaupt Australien ein sehr sicheres Land ist. Wir haben bisher noch nichts auch nur annähernd Gefährliches erlebt.

Abends gehts wieder in unser Lieblingsviertel zu den Lokalen mit guter Musik und toller Stimmung. Geschlafen wird dann wieder zu Hause ;-)).

Melbourne

Und wieder ein absolut toller Tag in einer tollen Stadt.

Morgens fuhren wir zum Federation Square um dem Leben der Melbourner zuzusehen. Dann machten wir die Einkaufsmeile rund um die Bourke Street unsicher. Mittags steuerten wir den Southern Market an, was esstechnisch großartig war und uns eine junge  Kellnerin aus Sachsen bescherte, sie war sehr gesprächig und ist seit 4 Monaten in Australien. Sie fand es ganz schade, dass wir den Melbourne Cup versäumen, na ja.

Melbourne Museum und Royal Exhibition Building (warum das Weltkuturerbe ist, steht in den Sternen der Südhalbkugel) standen anschließend auf dem Programm.
Royal Exhibition Building


Sinnspruch frei nach Erich Honecker " Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit"

Danach fuhren wir nach St. Kilda um zu checken, ob überhaupt theoretisch die Möglichkeit besteht, Pinguine zu sehen. Bingo! Jede Menge Jungtiere, die jüngsten gerade 2-3 Wochen alt.

Jungpingunl unter einem Stein versteckt
Außerdem ist es sehr schön dort.
St. Kilda Pier

Downtown Melbourne vom Pier

Also war klar, dass wir am Abend, wenn die Pinguine aus  dem Meer watscheln um die Jungtiere zu füttern, wieder dort sein wollten.
Es war ein dreiseitiges tolles Erlebnis - Sonnenuntergang  mit den übenden Segelbooten,



beleuchtete Skyline vom Feinsten

und natürlich die vielen Pinguine (ca. 1300 gibt es in dieser Kolonie).





Ein Jungtier ist sogar über meinen Fuß gelaufen! Es war wirklich ein einmaliges Erlebnis mit wenigen Leuten

 und wir ersparen uns Philips Island, wo die Pinguinparade groß vermarktet wird (ca. 2000 Zuseher jeden Tag und sauteuer). Morgen  gehen wir die weitere Planung an. Jetzt genießen wir einfach einmal Melbourne, eine ganz tolle Stadt, alles easy going.

Nachdem es nach der Pinguinparade schon nach 22h war, hatten selbst im Szeneviertel Fitzroy schon die meisten Lokale zu. Aber Livemusik vom Feinsten (smoke on the water, black magic woman, CCR, Stones etc.) lockte uns ins Baxters, wo wir den Altersschnitt deutlich anhoben. Bei Bier und Wein ließen wir den Tag ausklingen. Ein Hoch auf den tollen Musikgeschmack der jungen Aussies, es war die Hölle los.  

Dienstag, 31. Oktober 2017

Apollo Bay - Melbourne

Nachdem das Wetter sehr wechselhaft ist und nicht wirklich sommerlich, haben wir umgeplant und zwei Tage Küste, Strand und Strandleben gestrichen und sind Richtung Melbourne aufgebrochen. Eine gute Entscheidung.

Erste Pause machten wir in Lorne, wo wir vom Teddys Lookout noch einen letzten Blick auf die Great Ocean Road werfen konnten.


Beim Kaffee trinken waren die Kakadus nicht im geringsten schüchtern. Da bedurfte es sogar Warnschilder.





Als nächstes kamen wir zu den  Erskine Falls, schöner Wasserfall, nette Umgebung (Regenwald). Nach den Warnschildern zu urteilen, waren wir in Gefahr ;-).


Die Warnschilder  und  auch die Securities machen große Freude. Hier eine kleine Auswahl.
















Am Fairhaven Beach unternahmen wir eine kleine Strandwanderung.


In Anglesea suchten wir erfolgreich den Golfplatz, auf dem große Känguruhs als Rasenmäher eingesetzt werden. Tatsächlich haben wir die Tiere gesehen, noch dazu in Gesellschaft einer Entenfamilie.







In Torquay machten wir eine längere Pause, um beim Essen in einem Strandlkokal die Bekanntschaft einer netten, ganz jungen Burgenländerin (aus Parndorf) zu machen, sie servierte uns das Essen und ist erst seit 2 Monaten in Australien.
Torquay ist die australische Surfhauptstadt. Das Surfduell in dem höchst intellektuellen Film "Point Break"  (Gefährlichde Brandung)  mit Keanu Reeves und Patrick Swayze fand hier statt (und Robert kennt diesen Film natürlich!).

Ein Aboriginal Kultur Institut konnten wir natürlich auch nicht auslassen. Dort wurde sehr bemüht über die Lebensweise der ersten Bewohner Australiens berichtet und ein Galerie mit Aboriginal Kunst gab es auch. Man konnte sich auch selbst am Dotpainting versuchen, das war jedoch eher für Kinder gedacht.

Bemalter Stein mit was immer auch das ist

Am Nachmittag sind wir dann in Melbourne angekommen und sind in einem entzückenden, kleinen Hotel mit Garten und viel Lavendel gelandet. Es ist nah am Stadtzentrum (durch den Fitzroy Park ca. 15 Minuten) und wir haben einen (kostenlosen) Parkplatz. Besser gehts ja gar nicht.
Die Tram in der Innenstadt ist kostenlos, das haben wir gleich für eine erste Erkundung genutzt.
Docklands Melbourne

Die moderne Architektur ist atemberaubend und es wird noch weiter gebaut. Und mehr Gelassenheit in einer Großstadt ist wohl nicht vorstellbar.
Eine Straße für große Söhne Australiens


Den Abend (Halloween) haben wir im Workers Club (gerade richtig für uns Schwerarbeiter) verbracht. Der DJ (gute Musik) war als Robin (Batman) verkleidet und las Texte vor, die wir nicht richtig verstanden haben. Es war eher ein Studentenlokal, also gerade richtig für uns. Das Lokal liegt in einem Szeneviertel, das uns gut gefallen hat (Fitzroy/Collingwood).