Sonntag, 1. Dezember 2019

Saly - Lac Rose - Dakar - Ile de Goree - Saly

Erste Etappe war der Lac Rose, ehemals das Ziel der Rallye Paris-Dakar. Der Lac Rose ist ein Salzsee mit rosa Färbung (bei unserem Besuch hüllte er sich eher in Orange). Die Salzgewinnung bestimmt das Leben der Menschen. Was für eine unsägliche Arbeit.

Robert im Salzwasser



Salzberge



In Dakar leben 3 Millionen Menschen und die Gegensätze könnten größer nicht sein - modernes Großstadtleben und afrikanische Traditionen nebeneinander.





Das Monument de la Rennaisance Africaine ist höher als die Freiheitsstatue und nicht gerade schön (ist natürlich Geschmackssache). Die vielen Stufen waren ein gutes Training für uns.


Der heutige Tag verlangte von uns immer Geduld und Ausdauer. So hatte die Fähre auf die Goree Insel eine 1/2 Stunde Verspätung und der Warteraum war nicht gerade eine Oase der Entspannung.

Die Ile de Goree war der ehemalige Umschlagplatz für den Sklavenhandel und war im Besitz  von Portugiesen, Holländern, Engländern und Franzosen.
Die Häuser sehen sehr europäisch aus, es gibt ein Kastell und das berühmte Sklavenhaus aus dem Jahr 1778, das wir auch besichtigten.












Es wohnen noch ca. 1000 Menschen auf der Insel, die natürlich ein touristischer Hotspot ist.

Für die Rückfahrt mussten wir wieder Schlange stehen, da ab Erreichen von 340 Personen niemand mehr auf die Fähre gelassen wird.




Samstag, 30. November 2019

Kaolack - Joal - Fadiouth - Naturpark Bandia - Saly

Erster Stopp war bei einem heiligen uralten Baobab Baum. Bis 1960 wurden in diesen Riesenbäume die Musiker und Schamanen (Griots) beerdigt. Die Bäume können 1000 Jahre alt werden und prägen sowohl die Landschaft als auch das Dorfleben (darunter wird geplaudert, Streit geschlichtet etc.).



Der Baobab (Affenbrotbaum) heilt alles, die Blätter werden gegessen, getrocknet helfen sie gegen Rheuma, die Früchte werden zu einem Getränk verarbeitet (trinke ich jeden Tag, schmeckt gut und ich bin gesund), die Rinde hilft gegen Malaria, der Samen wird als Dünger verwendet - ein Wunderbaum.

Fadiouth ist von Joal über eine schmale Holzbrücke zu erreichen. Die Insel besteht aus aufgeschütteten Muscheln und die Bewohner sind zu 90 % Christen, was man an den vielen Schweinen, die überall herum laufen und den Kirchen erkennen kann.




Christliche Sparbücher

Es gibt noch 2 weitere Inseln, auf einer ist der Friedhof (für Muslime und Christen gemeinsam),


auf der anderen die Speicher für Hirse und Erdnüsse.



Reserve des Bandia hat das Ziel die ursprüngliche Savannen - und Buschlandschaft wieder herzustellen und wir konnten viele Tiere beobachten.











Hyäne mit Nachwuchs


Es gibt im Naturpark auch ein Tombeau de Griots (Riesenbaum in dem 200 Skelette gefunden wurden).

Begräbnisbaum
Übernachtet wird heute und morgen in Saly.

Freitag, 29. November 2019

Kanilai - Tendaba - Bao Bolong Werland Reserve - Kaolack

Unser Nachtlager, die Sindola Safari Lodge war das ehemalige Gästehaus von Expräsident Jammeh.

Die erste Station war heute eine Schule im Dorf Kanilai.

In Gambia gibt es keine Schulpflicht und viel zu wenige Schulen, daher wird in 2 Schichten (vor- und nachmittags unterrichtet). Der Direktor gab uns einen guten Einblick in die vielen Schwierigkeiten und die Kinder erfreuten uns mit Gesängen und ihren Englischkenntnissen. Unsere Kugelschreiber und Bleistifte wurden gerne angenommen.





Auf dem Trans Gambia Highway (von der EU finanziert und eher eine Piste) machten wir uns auf dem Weg nach Tendaba, der Anlegestelle für die Schiffe, die den Gambia River befahren. Die offizielle Schiffahrt ist schon lange eingestellt, das letzte Schiff ist 2014 gesunken. Dementsprechend marode waren die Boote und die Anlegestelle.

Die Flotte 
Das Pier


Die Technik
Die westafrikanischen Sicherheitsstandards (nicht vorhanden) machten schon den Einstieg ins Boot abenteuerlich.

Das sollte uns aber nicht davon abhalten eine Flusssafari zum Bao Bolong Wetland Reserve zu machen, wo es unzählige Vögel, Warane und Krabben zu beobachten gab.


















 Selbstredend dass es weder Dach noch sonst irgendeinen Sonnenschutz auf dem windschiefen Boot gab.

Ein eigens dafür engagierter jungen Mann musste alle 10 Minuten Wasser aus dem Boot schaufeln.

Am Highway Richtung Senegal musste wir stoppen, da uns die beeindruckende Wagenkolonne des Präsidenten entgegen kam. Zahlreiche Anhänger säumten Bilder schwingend den Straßenrand.

Die zahlreichen Ziegen und Schafe dienen eigentlich nicht der Nahrungsaufnahme, sondern sind die örtlichen Sparbücher. D.h. die Tiere  werden bei Bedarf (Baumaterial, Feste, Nahrungsmittel) verkauft um wieder flüssig zu sein.

Der Grenzübertritt war etwas zäh, der mürrische senegalesische Grenzbeamter wurde erst etwas freundlicher als ich ihm mit Monsieur und Merci etc. angesprochen habe. Die Prozedur (Fingerabdrücke, Foto, Pass scannen, stempeln) hat ewig gedauert und ich habe sogar als Beruf Pensionistin angegeben, um auf die gebotene Eile hinzuweisen.

Unterwegs besuchten wir noch eine Bauernfamilie. Der Großvater war auf der Suche nach einer 2. Frau. Da musste ich kurz überlegen....

Sparbuch

Meine Konkurrentin


Heute übernachten wir in Kaolack, einer häßlichen 170 000 Einwohner Stadt, das Zentrum des Erdnussanbaus, von Salinen umgeben.
Trotzdem ein schöner Sonnenuntergang: