Samstag, 26. Mai 2018

Kapstadt-Garden Route-Oudtshoorn

Wir haben Kapstadt nach dem Frühstück bei strahlendem Sonnenschein verlassen und fuhren Richtung Garden Route. Schon nach ca. 2 Stunden fand eine Weinverkostung im großartigen Ambiente des Weinguts Van Loveren statt (an der nur 1 von uns teilgenommen hat, mit bessere Verträglichkeit f. Alkohol bereits vor dem Mittagessen gesegnet). Wir haben auch sehr guten Wein gekauft (EUR 4,-/Flasche).





Die Gegend um Robertson und Worchester ist das größte Weinanbaugebiet Südafrikas (1/5 aller Trauben wird hier verarbeitet).

Wir fuhren durch schöne Landschaften und überquerten den Du Toits Kloof Pass. Auf der Route 62


(das Pendant zur Route 66, vor allem für Motorradfahrer) ging es durch die kleine Karoo Wüste






 bis zum nächsten Übernachtungsort Outshoorn.

Ein Highlight der Rote 62 war Ronnys Sexshop,


ein kleiner Imbiss im Nirgendwo mit zahlreichen BHS und dgl. an der Decke.


Ronny ist seit einer deutschen TV Dokumentation eine Berühmtheit (graue lange Haare zum Zopf geflochten, cooler und relaxter Typ, in etwa unsere Alterskategorie).

In Outshoorn nahmen wir ein schlichtes Abendessen (Steak und Burger) um danach im wunderschönen Garten des Hotels die erste Flasche des gekauften  Rotweins zu öffnen.
Im Garten waren wir nicht lange allein, es wurde sehr lustig und der Höhepunkt war, dass sich ein Reisekollege bei der Beschaffung neuen Weines im Klo eingesperrt hatte und das halbe Hotel auf dem Gang war um Hilfe zu leisten. Zum Glück (??) sperrte der Schlüssel eines anderen Zimmers problemlos......

Morgen sind wir auf einer Straußenfarm, wo Robert sicher zuerst einmal eine Reitstunde auf diesen eigenartigen Tieren absolvieren wird. Drum weiterlesen!

Freitag, 25. Mai 2018

Kapstadt- Kap der guten Hoffnung

Heute stand die Umrundung der Kap Halbinsel auf dem Programm. Entlang der Küste zuerst nach  Clifton, wo die Reichen und Schönen wohnen , dann Camps Bay und schließlich der Chapmans Peak Drive mit atemberaubenden Ausblicken auf den Atlantik. Die Straße wurde in den 1920 gebaut und ist mit 114 Kurven  auf 9 Km eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt.
Straßenschutz ohne Stützpfeiler


Danach folgte das sehr windige Kap der guten Hoffnung, wo wir auf Vasco da Gamas Spuren aufs Meer blickten. Das Schild mit den Längen- und Breitengrad begeistert Touristen aus aller Welt. Der Wind war gewaltig, selbst Robert drohte umzukippen.


Sefie im Wind



Am Cape Point trafen wir auf wilde Boboons (Paviane), die darauf lauerten Essen zu stehlen. Ranger mit Steinschleudern hatten die Aufgabe sie davon abzuhalten. Auch die Mistkübeln waren ein Sehnsuchtsziel der Affen, allerdings waren diese gut gesichert. Etwas Beute machten sie immer, einer Lady haben sie das Schminktäschchen entwendet und den Kaugummi daraus gestohlen.





Mein Highlight folgte gleich danach: Boulders Beach mit seiner Pinguinkolonie, es handelt sich um Brillenpinguine, für diejenigen, die es genau wissen wollen. Die Tiere boten ein Schauspiel, das wir uns noch stundenlang hätten ansehen können. Wir haben sehr viele Tiere und auch viele Jungtiere beobachten können. Vom Schwimmen bis zum Füttern der Jungen war alles dabei. Der Weg entlang der Kolonie war gut angelegt und die Pinguine schienen sich durch unsere Anwesenheit nicht stören zu lassen. Tolle Tiere, putzig und allerliebst.













Nächste Station war Simons Town, ein Marinestützpunkt, wo wir ein sehr reichliches Mittagessen zu uns nahmen.

Malerische Fischerdörfer, Ferienorte und natürlich die atemberaubende Küstenlandschaft prägten die Rückreise nach Kapstadt auf der Ostseite der Halbinsel.

Abschluss und Höhepunkt war die Fahrt mit der Seilbahn auf den Tafelberg um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Die sich drehende Gondel forderte den von Höhenangst geplagten Robert.


Doch die Mühe hat sich gelohnt. Ein Wahnsinnsausblick auf Kapstadt,




ein Hochplateau mit vielen interessanten Gewächsen









und schließlich viele Dazzies (Verwandte der Elefanten, das glaubt man kaum), die sich auch den Sonnenuntergang ansahen.





Der Sonnenuntergang war ganz einmalig, zumal das Wetter heute den ganzen Tag super war.







Die Gondelfahrt hinunter  (die letzte des Tages) wurde durch die Gesangseinlage "dont worry be happy", das wir alle mitgröhlten, des jungen Liftwarts  sehr relaxed und lustig und niemand hatte Angst im Dunkeln.


Morgen verlassen wir Kapstadt und die Kapregion in Richtung Oudtshorn, dem Zentrum der Straußenzucht.


Donnerstag, 24. Mai 2018

Kapstadt

Mit Uber (bravo Robert!) fuhren wir mit einem sehr netten Fahrer in die Long Street, das Vergnügungsviertel von Kapstadt (sieht ein bisschen wie New Orleans aus mit den vielen verschnörkelten Balkonen).
Die allgegenwärtige Aufforderung "save water" nahmen wir uns sehr zu Herzen und starteten den 1. Abend mit Cocktails in einer Bar in der Upper Long Street. Der Hinweis, keine Waffen und Drogen mitzubringen, klang schon einmal vielversprechend.

Danach war Abendessen im Mama Afrika angesagt, einem Restaurant mit afrikanischer Küche, inklusive Springbock, Warzenschwein, Krokodil und Strauß. Wir wählten Fisch und eine Art afrikanisches Lasagne mit Lammfleisch. Es war köstlich!

Heute morgen war die erste Station Bo-Kaap, das alte muslimische Viertel (die kleinen bunten Häuser sind  vielen bekannt). Gestern hatte dort die Polizei alles abgesperrt und auch heute nachmittag wurden wieder Reifen angezündet um die Touristen daran zu hindern, die Straße rauf zu fahren. In der Früh wars kein Problem, allerdings regnete es ganz ordentlich (das freut den Wasser sparenden Südafrikaner natürlich, uns weniger).

Nächster Programmpunkt war die große Waterfront, die interessanter war als angenommen, mit vielen Museen, Geschäften, Lokalen und auch wieder schönem Wetter, wenngleich sich der Tafelberg bis abends und kaum gezeigt hat, er hüllte sich in Wolken.
Nach einer ordentlichen Stärkung im Food Court (ebenfalls ganz köstlich) fuhren wir ins District Six Museum. District Six ist ein Stadtteil, der 1966 abgerissen wurde und  man hat 60 000 (!) farbige Menschen vertrieben (zum Großteil mit nur 1 Koffer, einige waren auch im Museum ausgestellt) um Platz für die Weißen zu schaffen. Ein Großteil der Fläche ist nach wie vor unbebaut. Unglaublich, unfassbar.

Als Kontrastprogramm landeten wir in Woodstock, einem aufstrebenden Viertel mit einigen Kunstgallerien und dem Old Biscuit Mill Market (eine aufgelassene Fabrik mit Restaurants und Geschäften). Der erste Teil des Viertels war noch wenig gentrifiziert und abends wohl keine gute Wahl. zum Spazierengehen.
Eine Entdeckung war eine Gindestillerie, wo wir eigenartige (mit vielen Kräutern und Gewürzen angereicherte), aber sehr gute Cocktails verkosteten.
Ein Bettler unterhielt uns mit grottenschlechtem Gesang und Gitarrengezupfe, von we are the world bis Volare......

Beschwingt und mit Uber fuhren wir in die Bree Street (Nähe Long Street), wo wir die brennenden Barrikaden in Bo-Kaap sahen.

Den Abend wurde in einem äthiopischen Restaurant beendet, original ohne Besteck, essen mit den Fingern und einem palatschinkenartigen Fladenbrot.
Schmeckte hervorragend. Auch der traditionell servierte Kaffee war einmalig gut.
So lässt es sich ganz gut aushalten, fern der Heimat im südafrikanischen Herbst.

Morgen steht die Fahrt ans Kap der guten Hoffnung auf dem Programm. Und Sonne ist auch vorher gesagt.